Die Wirtschaftsschule - eine Schulart mit besonderem Profil, Dauer, Abschluss, Bildungsauftrag
Die Wirtschaftsschule ist eine 4-jährige Schule. Sie führt über die Jahrgangsstufen 7 bis 10 zu einem mittleren Schulabschluss bzw. zur mittleren Reife. Ihr Bildungsauftrag besteht darin, sowohl eine gehobene Allgemeinbildung als auch eine berufliche Grundbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung zu vermitteln. Sie zählt deshalb zu den beruflichen Schulen. Die Wirtschaftsschule bereitet ihre Schüler gründlicher und praxisbezogener auf kaufmännische und verwaltende Berufe vor als andere vergleichbare Schularten. Daneben ebnet sie aber auch den Weg in sonstige zukunftsträchtige Berufe sowie in weiterführende Schulen.
Ab Jahrgangsstufe 8 haben die Schüler die Wahl zwischen 2 Ausbildungsrichtungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
AR I bzw. H-Zug
Dieser Zweig vertieft die wirtschaftsberuflicheGrundbildung durch verstärkten Unterricht in den kaufmännischen Fächern. Er bereitet somit gründlich auf kaufmännische und verwaltende Berufe vor.
Die Teilnahme am Mathematikunterricht auch in der 9. und 10. Klasse ermöglicht den Übertritt in weiterführende Schulen.
AR II bzw. M-Zug
Hier wird die wirtschaftliche Grundbildungdurch mathematisch-naturwissenschaftliche Inhalte einschließlich des Wahlpflichtfaches "Chemie/Physik-Übungen ergänzt und damit insbesondere ein gutes Fundament gelegt für technische, handwerkliche, sozial-pflegerische Berufe oder den Übertritt in weiterführende Schulen.
Die besonderen Pluspunkte der WS Dinkelsbühl
1. Neben fundierter Allgemeinbildung und „Mittlerer Reife“ noch wirtschaftsberufliche Grundbildung
2. Umfassende und praxisnahe Vorbereitung auf kaufmännische Berufe und Verwaltungsberufe
3. Ein Jahr Ausbildungszeit-Verkürzung in kaufmännischen Berufen
4. Problemloser Zugang zu anderen erfolgversprechenden Berufen und zu weiter führenden Schulen
5. Vermittlung einer hohen Kompetenz auf dem Gebiete der neuen Medien:
P C und I n t e r n e t
- Datenverarbeitung als Pflicht- und Vorrückungsfach
- Textverarbeitung als Pflicht- und Vorrückungsfach
- PC – Einsatz als Unterrichtsprinzip, insbesondere in RW, WiMa, Ma, BW, VW und ÜFA
- Nutzung des Internets als Informations-, Kommunikations- und Präsentationsmedium in den kfm. und allgemeinbildenden Fächern
6. Hervorragende Ausstattung mit modernen Lehr- und Arbeitsmitteln
7. Spezialisiertes und qualifiziertes Lehrpersonal für die Allgemeinbildung
- Realschullehrer und Gymnasiallehrer
- Lkr. f. d. LA an beruflichen Schulen für die wirtschaftsberufliche Bildung und Fachlehrerinnen für Schreibtechnik
8. Betonung des handlungsorientierten und zu Selbstständigkeit sowie Teamarbeit erziehenden Unterrichts
9. Kleine Schule; familiäre Atmosphäre; keine disziplinären Probleme; keine Gewalt
10. Hohe Akzeptanz der Absolventen bei der heimischen Wirtschaft und Verwaltung sowie bei den weiterführenden Schulen
Möglichkeiten des Wirtschaftsschulabschlusses
Der erfolgreiche Abschluss der Wirtschaftsschule eröffnet den Absolventen unterschiedliche Perspektiven .
Berufsausbildung
Den Wirtschaftsschülern stehen alle Berufe offen. Fundierte wirtschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten sind heute in den meisten Berufssparten von großem Nutzen. In kaufmännischen Berufen wird der erfolgreiche Besuch der Wirtschaftsschule aufgrund der fundierten kaufmännischen Vorbildung in der Regel sogar als 1. Jahr der Ausbildungszeit angerechnet.
Arbeitsverhältnis
Bei Abschluss eines Arbeitsverhältnisses entfällt die Berufsschulpflicht. Dieser Weg ist jedoch nicht zu empfehlen, weil er wegen der fehlenden formalen Berufsausbildung mit arbeits- und tarifrechtlichen Risiken behaftet ist.