Verkehrsschilder der Gerechtigkeit
Gemeinsam stark für eine gerechte Gesellschaft: Schulübergreifendes Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ in Dinkelsbühl
In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ansbach ermöglichten es die Schulen der Stadt Dinkelsbühl, am Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ teilzunehmen.
Das Kunstprojekt ist das Ergebnis der „4. Internationalen Gipfelkonferenz der Kinder“, die 2021 in Nürnberg stattfand. Unter der künstlerischen Leitung von Johannes Volkmann haben junge Menschen aus verschiedenen Ländern acht Verkehrsschilder-Motive erfunden. Diese künstlerisch neu interpretierten Verkehrsschilder stellen eine verbindliche Botschaft für das Zusammenleben auf gesellschaftlicher Ebene ins Zentrum: Umweltverschmutzung, Respekt, Rassismus, Solidarität, Krieg, Gleichberechtigung, LGBT+ und Mobbing. Ziel ist es, Regeln zu formulieren, die das Miteinander in unserer Gesellschaft stärken und einhalten helfen, ebenso wie die klassischen Verkehrsschilder.
Die Schülerinnen und Schüler der drei Schularten – Gymnasium, Wirtschaftsschule und Mittelschule Dinkelsbühl – zeigten eindrücklich, wie schulartenübergreifendes, verantwortungsvolles Handeln bereits im kleinen Rahmen gelingen kann und welche Orientierungsebene sich daraus zum Großen ableiten lässt. Das Projekt vermittelt deutlich: Wenn Lehrkräfte, Lernende und das Umfeld gemeinsam Verantwortung übernehmen, kann nachhaltige Wirkung entstehen.
Andreas Wedler, Schulleiter der Wirtschaftsschule betonte: „In politisch und gesellschaftlich schwierigen Zeiten ist es die Aufgabe von uns allen, das Thema der Wertschätzung für einen anderen Menschen und das Verständnis für eine andere Kultur, wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Das Miteinander verschiedener Schulen mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen, soll hier als Vorbild dienen. Es darf keinen Platz für Hass, Hetze und Egoismus geben – nur durch gegenseitigen Respekt und Zusammenhalt kann das Miteinander gelingen.“
Der Schulleiter des Gymnasiums Dinkelsbühl, Bernhard Rieck, äußerte sich erfreut über das außerordentliche Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte, die die Aktion organisiert haben und hob die Kooperation der drei Schulen besonders hervor. Die Schilder der Gerechtigkeit illustrieren seinen Wunsch nach einer Gesellschaft, in der sich alle wieder mehr aufeinander zubewegen.
Dass Schülerinnen und Schüler anschaulich und auf Augenhöhe Zusammenhänge, wie gleichberechtigtes Zusammenleben, so eindrücklich darstellten, kam bei allen Zuschauern emotional an. Für eine gelingende Demokratie sind dies wichtige Lernziele. Darüber waren sich die Schulleiter der Hans-von-Raumer Mittelschule, Michael Reichenberg und Konrektor Karl-Heinz Burger einig und zeigten sich ebenfalls von diesem übergreifenden Projekt begeistert.
Ein Dankeschön gilt allen Beteiligten:
- Frau Helmreich vom Gesundheitsamt Ansbach für ihre fachliche Unterstützung und Beratung,
- der Sparkasse Ansbach für die finanzielle Förderung,
- den Schulleitungen der beteiligten Schulen für die Organisation und Umsetzung des Projekts,
- dem Bauhof Dinkelsbühl für das Transportieren und Aufstellen der Schilder,
- dem Hausmeisterteam und allen Organisatoren im Hintergrund,
- insbesondere den Schülerinnen und Schülern, die die Vorträge vorbereitet und vor allen drei beteiligten Schulen präsentiert haben.
Wir blicken zuversichtlich auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, wie die Idee der „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ Schule und Gesellschaft miteinander verbindet – mit klaren Regeln, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung als Leitplanken für den Alltag.
Eindrücke von der Veranstaltung an der Wirtschaftsschule finden Sie hier.
Text: Katja Müller-Brindisi (MS), Eva Segerer (Gym), Manuela Barkholz (WS)

